#33 Natur tut gut

Der Aufenthalt im Wald ist für Kinder jeden Alters attraktiv und spannend. Er fordert auf vielfältige Weise zu Bewegung und Entdeckung auf. Baumstämme (aber bitte nur einzeln liegende und nicht auf hohe Baumstapeln) laden zum Balancieren ein, Steilhänge wollen erklommen, Bäche übersprungen und Bäume erklettert werden. Im Anhang findet Ihr zusätzlich noch ein Download mit Waldrally in Schwalmstadt. Hier noch ein paar Spielideen für euren Waldausflug:


Aneinander vorbei:
Steig mit deinen Geschwistern und deinen Eltern auf den Baumstamm. Steht ihr jetzt in einer Reihe? Versucht, euch neu aufzustellen nach Größe, Schuhgröße, Geburtsmonat. Ohne den Baumstamm zu verlassen.

Baumtelefon:
Nimm einen Stock und schabe oder klopfe leicht am Ende eines Baumstamms. Wenn dein Freund sein Ohr an das andere Ende des Baumstammes hält, kann er deine Signale hören. Holz leitet die Geräusche weiter, selbst wenn der Stamm sehr lang ist. Du glaubst es nicht? Probiert es gemeinsam aus.

Alle auf einen Baumstumpf:

Sicherlich hast du dich schon mal auf einen Baumstumpf gestellt. Kinderleicht, sogst du? Dann versucht euch allen auf den Stumpf zu stellen, ohne dass einer hinunterfallt.


Kamera:
Ihr seid in einem schönen Wald und habt keine Kamera dabei? Bei diesem Partnerspiel könnt ihr auch ohne Fotoapparat tolle Waldaufnahmen machen. Überlegt euch erst, wer der Fotograf und wer die Kamera sein soll. Die Kamera schließt die Augen und wird vom Fotografen an eine besonders schöne Stelle geführt. Dort tippt der Fotograf auf den Auslöser (das Ohrläppchen) und die Kamera darf die Augen öffnen. Nach zehn Sekunden tippt der Fotograf wieder auf den Auslöser und die Kamera schließt erneut die Augen.

Tipp: Aufnahmen, die direkt vor der Nase der Kamera gemacht werden, könnt ihr vorher mit „nah” oder „Makro“ ankündigen. Bei Aufnahmen in die Ferne könnt ihr vorher „fern” oder „Tele” sagen.

Bevor ihr diese Spiele spielt, noch ein paar wichtige Hinweise:

  • Treibe keinen Schabernack mit deinem Partner! Deine Kamera ist ganz kostbar.
  • Achte darauf, dass sich dein Partner nicht verletzt! Gut geeignet sind Waldstücke ohne Unterholz und Bodenbewuchs. Meide auch Brombeeren und Brennnesseln!
 
Waldartist:
Such dir einen nicht zu schweren Stock. Gelingt es dir, ihn auf der Innenflache deiner Hand zu balancieren? Wenn das für dich ein Kinderspiel ist, versuch es einmal auf dem Zeigefinger.

Blinde Raupe:
Verbinde deinem Partner in einem Waldstück die Augen und stelle sie hintereinander auf. Alle legen ihre Hände auf die Schultern des Vordermannes. Nun führst du die blinde Raupe durch die Natur. Lass sie über verschiedene Untergründe wie Moos, Laub, Steine oder einen Baumstumpf laufen. Wo es etwas Interessantes zu fühlen, hören oder riechen gibt, kannst du die Raupe darauf aufmerksam machen. Nach einer Weile nehmen sich alle Mitspieler die Augenbinde ab und du lässt sie den Weg zurückfinden.

Zapfenlauf:
Such dir einen Zapfen und eine Astgabel. Leg den Zapfen auf die Astgabel und versuche, ihn so lange wie möglich vor dir herzutragen ohne dass er hinunterfällt. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja einen Zapfenwettlauf machen.

Einem Baum begegnen:
Verbinde deinem Partner die Augen und führe ihn an einen Baum. Die Aufgabe besteht darin, sich den Baum mit den Händen vertraut zu machen. Du kannst ihm dabei helfen, indem du ihm Fragen stellst, wie zum Beispiel: ist die Rinde glatt oder rissig? Wie dick ist der Stamm? Gibt es Äste, Narben, Verwundungen? Kannst du Pflanzen finden, die an seinen Wurzeln wachsen? Wenn dein Partner meint, den Baum zu kennen, führe ihn vom Baum weg. Du kannst ihn auch einmal um die Achse drehen oder über imaginäre Baumstämme steigen lassen. Nun nimm ihm die Augenbinde ab und lass ihn „seinen“ Baum wiederfinden.
Tipp: Sucht euch anfangs ein Gelände mit Bäumen verschiedener Arten und unterschiedlichen Alters.

Ich sehe was, was du nicht siehst...:
Überlege dir einen Baum, Pflanze,… deine Mitspieler müssen anhand von Fragen herausfinden welchen Baum oder welche Pflanze du gemeint haben könntest. Die Fragen müssen so gestellt sein, dass sie nur mit Ja oder Nein zu beantworten sind.

Honig und Eis:
Schwups, plötzlich ist der Waldweg ganz aus Honig. Oh, wie das klebt! Stell dir vor, wie du jetzt durch den Honig gehst: Langsam und schwer werden deine Bewegungen...  Da gefrierst auf einmal, der Boden und der Weg ist voller Eis! Auf Glatteis musst du ganz vorsichtig gehen, damit du nicht ausrutschst. Wenn ihr zu mehreren seid, könnt ihr abwechselnd bestimmen wie der Waldweg nun aussieht. Ihr ruft einfach „Honig" oder „Eis". Probiert es auch mal mit „Dschungel", „Sandsturm", „Rückenwind“ oder was euch sonst noch einfällt.

 


Eine Idee von Mirjam Schmidt, Erzieherin, Kurs- u. Gruppenleiterin sowie Leitung Offener Angebote in Ziegenhain

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